Wenn der Alltag zur Herausforderung wird, braucht es Orte der Ruhe und Begegnung. Mit dem Kursangebot „Zeit für dich – Kochen, Selfcare und Gespräche“ schafft die Evangelische Familienbildungsstätte Köln (fbs) einen geschützten Raum für alle, die viel tragen: Eltern, Alleinerziehende und Menschen in belastenden Lebenslagen. Hier geht es ums gemeinsame Kochen, um neue Kraft und darum, sich selbst wieder wahrzunehmen. Zwei Kursreihen in Köln-Kalk stehen zur kostenlosen Teilnahme zur Auswahl.
Kraft tanken, sich austauschen, gemeinsam genießen: 11.09.2025, 10 Uhr
Ein neues Angebot der Evangelischen Familienbildungsstätte Köln lädt Menschen in belastenden Lebenssituationen zu einer besonderen Auszeit ein. „Zeit für dich – Kochen, Selfcare und Gespräche“ richtet sich an Mütter, Väter und andere Bezugspersonen, die durch Pflege, Alleinerziehung oder Verlust eines Partners im Alltag stark gefordert sind. In entspannter Atmosphäre wird gemeinsam gekocht, gegessen und Raum geschaffen für persönlichen Austausch und Impulse zur Selbstfürsorge. Die Teilnahme ist dank Projektförderung kostenfrei. Die Veranstaltungsreihe findet an fünf Donnerstagen, am 11.09., 18.09., 25.09., 02.10. und 09.10.2025, jeweils von 10 bis 13 Uhr in der Gemeindeküche des evangelischen Gemeindehauses Kalk-Humboldt, Steinmetzstraße 57, statt. Eine Anmeldung über das Gemeindebüro unter Telefon 0221/851028 oder per E-Mail an ga-kalk@ekir.de ist erforderlich.
Ein Ort zum Durchatmen, Auftanken und Verbundensein: 30.10.2025, 10 Uhr
Die Evangelische Familienbildungsstätte Köln bietet im Herbst einen weiteren Durchgang ihres Kurses „Zeit für dich – Kochen, Selfcare und Gespräche“ an. Der Kurs richtet sich an Menschen, die im Alltag besonders gefordert sind – sei es durch die Pflege beeinträchtigter Kinder, Alleinerziehung oder persönliche Verluste. Im Zentrum stehen das gemeinsame Zubereiten alltagstauglicher Gerichte und der offene Austausch in vertrauensvoller Atmosphäre. Die Veranstaltung läuft an fünf Donnerstagen, am 30. Oktober, 6., 13. und 27. November, sowie am 11. Dezember jeweils von 10 bis 13 Uhr in der Gemeindeküche des evangelischen Gemeindehauses Kalk-Humboldt, Steinmetzstraße 57. Die Teilnahme ist dank Förderung kostenfrei. Eine Anmeldung über das Gemeindebüro unter Telefon 0221/851028 oder per E-Mail an ga-kalk@ekir.de ist erforderlich.
https://www.kirchenkreis-koeln-mitte.de/wp-content/uploads/2025/08/fbs-zeit-zum-innehalten-scaled-1.jpg14402560/wp-content/uploads/2020/11/logo.png2025-08-15 22:00:002025-08-29 12:00:07Zeit für dich: Eine Einladung zum Innehalten der fbs
Das ökumenische Konzil von Nicäa 325 und das dort von Bischöfen und weiteren Klerikern verabschiedete ökumenische Glaubensbekenntnis sind wirkmächtig bis in unsere Gegenwart. Anerkannt von der gesamten Christenheit, wird darin Jesus Christus als „wesensgleich“ mit Gott in dessen biblischer Einheit bekannt. Einberufen von Kaiser Konstantin, ist das Konzil nicht nur kirchen- und theologiegeschichtlich, sondern auch weltgeschichtlich bedeutsam. Diesem Ereignis vor 1700 Jahren, dem ersten Glaubensbekenntnis der frühen Christenheit und dessen Einfluss widmet sich die diesjährige Sommerausstellung im Domforum Köln: „Der Dom als Bekenntnis des Glaubens“.
Ausstellung in ökumenischer Kooperation entwickelt
Entwickelt wurde sie vom Domforum und der Dombauhütte in enger ökumenischer Kooperation mit dem Katholischen Bildungswerk Köln und der evangelischen Melanchthon Akademie (MAK). Autoren der Präsentation sind MAK-Leiter Dr. Martin Bock, Dr. des. Matthias Deml (Leiter des Dombauarchivs der Kölner Dombauhütte), Harald Schlüter (stellvertretender Leiter des Domforums und Referent für Dom- und Kirchenführungen) und Dr. Rainer Will (stellvertretender Leiter des Katholischen Bildungswerks Köln). Sie haben die Texte paarweise verfasst. Bei der Vorstellung der Schau informierten sie zudem unter anderem über ihre Herangehensweise und Fragestellungen.
Auseinandersetzung mit Fragen des Glaubens anhand exemplarischer Objekte
Martin Bock.
Die Ausstellung umfasst vier Stelen mit Bildern beispielhaft ausgesuchter Ausstattungsstücke des Doms und erläuternden Texten. Es wird aufgezeigt, „wie auf dem Hintergrund der kirchen- und theologiegeschichtlichen, geistes- und kulturhistorischen Entwicklung sich im Laufe der Jahrhunderte mit Fragen des Glaubens in der Kirche auseinandergesetzt wurde“, so Will. Und wie man in die jeweilige Zeit hinein diese Glaubensfragen übersetzte. Sie bietet in einem fruchtbaren Dialog zwischen Kunst und Theologie laut Will Seitenblicke auf unterschiedliche Folgen der Wirkungsgeschichte des Konzils und des Glaubensbekenntnisses von Nicäa.
Ökumenische Dimension der Ausstellung
Wie Dombaumeister Peter Füssenich betonte Martin Bock die ökumenische Dimension der Ausstellung. Der Kölner Dom sei nicht nur Ausdruck des katholischen Glaubens. Weil er in seiner Baugeschichte sozusagen durch das Zeitalter des Konfessionalismus seit dem 16. Jahrhundert gegangen sei, sei er ebenso Ausdruck des christlichen Glaubens insgesamt. So suchten und fänden in ihm alle Kölnerinnen und Kölner, auch evangelische und anderskonfessionelle Christinnen und Christen immer einen Anknüpfungspunkt für den gemeinschaftlichen christlichen Glauben. „Nicht überall, aber an vielen Stellen. Und genau um diese haben wir uns in dieser Ausstellung bemüht.“
Zugleich verbinde das 1700 Jahre alte Glaubensbekenntnis von Nicäa heute nicht nur katholische und evangelische, sondern orthodoxe und altorientalische Kirchen miteinander. Obwohl es in so anderer Zeit entstanden sei, trügen im Ökumenischen Rat der Kirchen mit Sitz in Genf über 350 Kirchen dieses Glaubensbekenntnis mit. Das habe Gründe, die immer wieder zu dem Wesentlichen des christlichen Glaubens zurückführten: „Der Glaube an den einen Gott, der diese Welt geschaffen hat und den wir auch trotz aller Spannungen und Gefährdungen nicht von dieser Welt trennen können.“
„In einer Zeit, in der auch damals sehr viele Spaltungen und Spannungen in der Welt waren, vielleicht gar nicht so unähnlich zu heute, ist das Glaubensbekenntnis von Nicäa ein sehr gelungener langfristiger theologischer Versuch, Spaltungen zu überwinden“, ist Bock zuversichtlich. Denn er sei gelungen durch kluge und denkwürdige Formulierungen. „Denkwürdig in dem Sinne, dass längst nicht nur die Theologie, sondern auch die Philosophie und die Kunstgeschichte immer wieder die Möglichkeit hatten, sich an diesen Formulierungen zu reiben, und in ganz unterschiedlicher Zeit dafür einen Anstoß für das heutige Denken zu finden.“
Erste Stele: Altchristliches Baptisterium und vermuteter frühchristlicher Versammlungsort in Köln
Zunächst nimmt die Ausstellung den vermuteten frühchristlichen Versammlungsort in Köln in der heutigen Domgegend in den Blick. Ebenso das altchristliche Baptisterium am Dom als Kölns ältester Taufort. „Das Glaubensbekenntnis von Nicäa ist im Kern ein Taufbekenntnis. Darauf kommen wir immer wieder als Anhaltspunkt zurück“, so Will.
Zweite Stele: „Von der Antike bis zum Mittelalter“
Am Gerokreuz könne man sehr schön unsere Idee als Ausstellungsmacher verdeutlichen, so Schlüter. „Das Christentum geht hervor aus der jüdischen Religion als einer Religion der Bilderlosigkeit – und wählt das Bild. Das ist das eine. Das andere ist aber, dass es das in einer Form tut, dafür steht Nicäa, dass es sagt, in Jesus Christus, im Mensch gewordenen Gott, wesensgleich mit Gott Vater, ist Gott sichtbar in der Welt und das macht möglich, Bilder zu schaffen“, erläuterte er. In der frühen Kirche habe es eine große Zurückhaltung gegeben, Jesus als den Gekreuzigten darzustellen. Das Gerokreuz gehöre auf jeden Fall zu den ältesten Bildwerken dieser Art in dieser Größe und in dieser Präsenz. Es gehe im gotischen Dom heute fast unter. In den Vorgängerbauten sei es in der Mitte aufgestellt gewesen. „Die Wirkmacht dieses Bildes in seiner Modernität ragt auch heute heraus.“
„Das Gerokreuz bildete im Vorgängerbau des Kölner Doms das zentrale christologische Zeichen“, so Bock. Der Dreikönigenschrein einerseits mit der Geburt Jesu, und andererseits sozusagen der tote Christus am Kreuz. „Das ist bis heute auch eine Provokation, die uns selber zu denken gibt: Wie kann es sein, dass in diesem toten Menschen Gott anwesend und gleichzeitig aber auch nicht einfach anwesend ist?“, formulierte Bock mit Blick auch auf die Philosophie des 19. Jahrhunderts und auf die weltweite Auseinandersetzung mit dem Nihilismus. Das gehe bis hinein in die Frage, ob wir angesichts aller Abgründe in der Welt noch an Gott glauben könnten.
Dritte Stele: „Konfession und Konfessionalismus“
Die 3. Stele beschäftigt sich mit der Zeit des Dombaus vom 13. bis 16. Jahrhundert, mit den konfessionellen und kulturellen Spannungen in der Reformation. Auf ihr findet sich auch die 1544, also erst nach der Bauunterbrechung 1528 gefertigte Kanzel. Bis heute wird die vom französischen Schriftsteller Victor Hugo als „sehr hübsch erfunden und sehr hübsch in Eichenholz geschnitzt“ gewürdigte Renaissance-Kanzel regelmäßig als Predigtort genutzt. Als älteste in Köln erhaltene verweist sie laut Deml in die Zeit der Glaubensspaltung. Auch auf die wenige Jahre zuvor eingeleiteten Reformvorhaben des Kölner Erzbischofs Hermann von Wied. Zunächst scharfer Gegner der Reformation, so Will, habe sich durch Begegnungen etwa mit Bucer und Melanchthon „in ihm die Überzeugung von der Notwendigkeit von Kirchenreformen“ verfestigt. Die Einladung an diese und andere evangelische Theologen nach Köln, um diese im Bistum umzusetzen, rief den „entschiedenen Widerstand vor allem des Domkapitels“ hervor. Von Wied wurde suspendiert und exkommuniziert.
Vierte Stele: „Gegenwart und Ausblick“
Die 4. Stele beschäftigt sich mit der Gegenwart und gibt einen Ausblick in die Zukunft hinein. Die ausgewählten Ausstattungsstücke sollen beispielhaft dafür stehen, wie der christliche Glaube in seiner schöpfungstheologischen, eucharistischen und pfingstlichen Dimension heute neu entdeckt und erzählt wird. Vorgestellt wird unter anderem das 2007 eingeweihte Südquerhausfenster. Es verdankt sich einem Entwurf von Gerhard Richter. Auf 106 qm vereint es 11.263 Glasquadrate in 72 verschiedenen Farben. Schlüter sieht in diesem völlig abstrakten Kunstwerk ein Fenster, das – im Gegenzug zum Gerokreuz – sozusagen das Bild verweigert. Ein bilderloses Werk, das sich mit seinen Spiegelungen gleichzeitig den geometrischen Formen des Maßwerks unterordnet. Und sich damit einfügt „in ein großes Ordnungsprinzip, mit dem die Gotik diesen riesigen Bau vom Kleinsten bis ins Größte entwickelt hat“.
Bilder müssen transzendiert werden
Schlüter sieht in diesem Fenster gewissermaßen Ordnung und Chaos vereint. Es lege mit Blick auf Nicäa nochmal den Gedanken nahe, „dass Gott hier auch wieder in Begriffen benannt wird, die eigentlich in diese Abstraktion hineinreichen: Gott als Licht vom Licht zu bezeichnen und ihn als den Schöpfer, durch den alles geworden ist, was im Himmel und was auf Erden ist.“ Auch und gerade das Richter-Fenster stehe fast didaktisch für die Botschaft, das Bilder auch wieder transzendiert werden müssten. „Das ist auch die Aufgabe der Erklärung in Führungen vor Ort. Dass wir nicht an den Bildern kleben bleiben, sondern sie auch wieder loslassen können.“
Lauf- und Öffnungszeiten der Präsentation
Die Ausstellung im Foyer des Domforums, Domkloster 3, ist bis einschließlich 31. August 2025 zu sehen: montags bis samstags von 9.30 bis 17 Uhr, sonntags von 13 bis 17 Uhr. Sämtliche Ausstellungstexte und -bilder finden sich in einer Broschüre vereinigt. Diese ist vor Ort erhältlich, ebenso in der MAK sowie der Pressestelle des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region.
https://www.kirchenkreis-koeln-mitte.de/wp-content/uploads/2025/08/DSC_6589.-16x9.Domforum.-Ausst.-1700-Jahre-oekumenisches-Glaubensbekenntnis-von-Nicaea.-c-E.-Broich-scaled-e1755173253976.jpg14372560/wp-content/uploads/2020/11/logo.png2025-08-14 22:00:002025-08-26 00:00:18Ausstellung im Domforum Köln verbindet Glaube, Geschichte und Menschen: 1700 Jahre Glaubensbekenntnis von Nicäa
Ein Gesamtkunstwerk in der Reformationskirche in Köln-Marienburg. Auf der Leinwand vor dem Altarraum lief „Faust – eine deutsche Volkssage“. Kombiniert wurde die „gewaltige Bildsprache“ des 1926 uraufgeführten Stummfilms mit einer eindrucksvollen aktuellen Tonsprache. Mit dem Kirchenmusiker Samuel Dobernecker sowie dem Stimm- und Elektronikkünstler Manfred Rücker alias Ketonge begleiteten auf der Empore zwei Musiker das dramatische Geschehen in bester Manier – kommentierend, erzählend, Stimmungen verstärkend, Spannung erzeugend. Fast zweieinhalb Stunden Bild, Schrift und Klang. Eine dichte Atmosphäre vom Anfang bis zum Ende.
Dr. Katrin Winter und Jörg Gerle führen in das Stummfilmkonzert ein.
Damit fand die Reihe der sommerlichen Stummfilmkonzerte der Evangelischen Kirchengemeinde Köln-Bayenthal ihre erfolgreiche Fortsetzung. Aufgeführt wurde ein expressionistischer Klassiker des Regisseurs Friedrich Wilhelm Murnau (1888–1931). Darin finden sich miteinander verwebt Motive des Volksbuchs der Historia des Doktor Johann Fausten, der Dramatisierung von Christopher Marlowe und der Tragödie von Johann Wolfgang von Goethe.
„Der Wunder Grösstes ist die Freiheit des Menschen: Zu wählen zwischen Gut und Böse.“
In „Faust“ schließt der gleichnamige Gelehrte einen Pakt mit dem Teufel. „Die Frage, ob der Mensch Gut und Böse unterscheiden kann und ob er wirklich in der Lage ist, dem Bösen zu widerstehen, führt uns am bekannten Stoff direkt in die großen Konflikte unserer Zeit“, hob Dobernecker schon in einer Terminankündigung auf die Zeitlosigkeit des Themas ab. In einem Zwischentitel des Films preist Faust: „Wunderbar sind alle Dinge des Himmels und der Erde! Doch der Wunder Grösstes ist die Freiheit des Menschen: Zu wählen zwischen Gut und Böse.“
„Ich ringe Gott die Seele Faustens ab!“
Im Prolog wirft der strahlende Erzengel Michael dem düsteren Mephisto entgegen: „Was geißelst Du die Menschheit mit Krieg, Pest, Hungersnot?!“ Dieser erwidert: „Mein ist die Erde.“ Der Erzengel: „Nie wird die Erde Dein sein! Der Mensch ist gut: Sein Geist strebt nach der Wahrheit!“ Der Dämon solle sich nur Faust ansehen. „Seine Seele strebt nach dem Höchsten und wenn Du sie gewinnst, so ist die Erde dein!“ Dem Bösen widerstehe kein Mensch, so Mephisto: „Was gilt die Wette: Ich ringe Gott die Seele Faustens ab!“ Am Schluss muss der Teufel seine Fehleinschätzung eingestehen.
Seit 2018 Stummfilmkonzerte in der Reformationskirche
Seit 2018 lade der Gemeinde-Kantor Samuel Dobernecker fast jährlich einen Musiker ein, mit ihm zusammen einen Stummfilm zu begleiten, informierte Pfarrer André Kielbik in seiner Begrüßung. Diesmal habe er den Stimm- und Elektronikkünstler Ketonge gewinnen können. Kielbik freute sich auch über die organisatorische Zusammenarbeit mit Christian Schmalz. Er ist Betreiber des OFF Broadway sowie des Weisshaus Kinos.
Filmreferentin Winter und Filmjournalist Gerle führten ein
Bevor die Besuchenden sich von den visuellen und akustischen Darbietungen gefangen nehmen ließen, brachten ihnen Dr. Katrin Winter und Jörg Gerle den Film, Regisseur sowie die beiden Musiker etwas näher. Murnau sei mit Fritz Lang und Ernst Lubitsch sicherlich einer der bekanntesten deutschen Stummfilm-Regisseure, leitete die Filmreferentin ein. Wie der Filmjournalist Gerle ist sie unter anderem in der Filmvermittlung der Kinos OFF Broadway sowie Weisshaus tätig.
Vor mehr als hundert Jahren habe der deutsche Film international ein großes Ansehen genossen, blickte Winter zurück. Der in die bürgerliche, wohlhabende Familie Plumpe in Bielefeld hineingeborene Friedrich Wilhelm habe eher künstlerische Ambitionen verfolgt und Schauspiel studiert. Als Schauspieler habe er seinen Zunamen geändert und sich nach dem schönen bayerischen Ort Murnau benannt. Sein erster in den USA inszenierter Film „Sunrise“ (1927) habe bei der Premiere „Academy Awards“ (Oscar-Verleihung) drei Auszeichnungen erhalten.
Zwischentitel machen Handlung im Film verständlicher
Auf der Leinwand in der Reformationskirche: Szene in „Faust – eine deutsche Volkssage“.
In den meisten Stummfilmen würden viele Dinge durch geschriebene Zwischentitel erläutert. „Die Handlung soll dadurch verständlicher werden, die Motivation der Charaktere“, so Winter. Die verwendete altdeutsche Frakturschrift sei nicht immer leicht zu lesen. Ansonsten helfe die Musik weiter im Verständnis dieses Films. Die Musiker hätten zwar geprobt, sagte Winter, gleichwohl sei auch Improvisation dabei. „Was wir hören und sehen werden ist ein einmaliges Ereignis.“ Das mache die Sache natürlich umso spannender für alle von uns.
„Quasi weltpremierenhafte“ Aufführung
Es grenze an ein Wunder, dass man einen solchen Film hier sehen könne, so der unter anderem für das Online-Portal filmdienst.de schreibende Filmjournalist und -kritiker Gerle. Es sei alles andere als selbstverständlich, dass solche Filme überhaupt noch existierten, ging er auf die Produktionsbedingungen und das sehr brennbare, schwer lagerfähige Filmmaterial Zelluloid ein. Es habe zahlreicher „Indiana Jones´“ bedurft, „um in Archiven oder eingestaubten Kirchenräumen, wo seinerzeit die Filme auch vorgeführt wurden, alte Kopien zu entdecken“. Produktionen wie „Faust“ seien damals für Aufführungen auch im Ausland gedoppelt worden. „In der Regel lichteten dafür zwei Kameras gleichzeitig die Schauspieler ab.“ Gerle findet es gut, „dass wir den Film jetzt in einer neuen Musikbearbeitung zu sehen bekommen, die quasi weltpremierenhaft ist.“
Samuel Dobernecker
Dobernecker bekleide seit 2016 die Kantorenstelle der Bayenthaler Kirchengemeinde, so Winter. Seit 2024 fungiere der 38-Jährige zudem als Kreiskantor des Evangelischen Kirchenkreises Köln-Süd. Gebürtig im sächsischen Vogtlandkreis habe er früh auch die zeitgenössische Musik schätzen gelernt. Dobernecker arbeite grundsätzlich in verschiedenen interreligiösen Projekten und verfüge in seinem musikalischen Ausdruck über ein ziemlich breites Spektrum.
Ketonge
Manfred Rücker alias Ketonge, Jahrgang 1974, stellte Winter als einen „Vertreter der Low-Budget-, Trash- und Improvisations-Elektronik sowie der Klang-Bildhauerei“ vor. „Das finde ich spannend. Das klingt nach Abenteuer.“ Noch bevor Ketonge ab 1995 Kunst, Musik und Psychologie studiert habe, „baute er 1990 ein erstes Studio aus Sperrmüll-Elektronik“. Der freie Komponist und Filmkomponist, Klang- und Medienkünstler experimentiere mit verschiedenen Instrumenten und seiner eigenen Stimme.
https://www.kirchenkreis-koeln-mitte.de/wp-content/uploads/2025/08/DSC_6368.Reformationskirche.-Stummfilmabend.-Letzte-Abstimmung-zwischen-links-Manfred-Ruecker-alias-Ketonge-und-Samuel-Dobernecker.-c-E.-Broich-scaled-1.jpg14402560/wp-content/uploads/2020/11/logo.png2025-08-13 22:00:002025-08-19 00:10:05Stummfilmkonzert in der Reformationskirche: „Faust – eine deutsche Volkssage“
Unsere Wochentipps bieten in Köln und Umgebung eine Vielfalt an kulturellen und geistlichen Veranstaltungen: Musikliebhaber können sich auf besondere Konzertabende freuen, Wissbegierige auf einen geselligen Quizabend, Sportfans auf eine ökumenische Fan-Andacht und Architekturinteressierte auf eine Radtour zu außergewöhnlichen Bauten. Ergänzt wird das Programm durch ein sommerliches Mittagspausen-Event mit kulinarischen und geistlichen Impulsen.
14. August 2025, 19:00 Uhr
Sommerabend – Rätselspaß beim Quiz Evangelisches Gemeindezentrum Köln-Pesch, Montessoristraße 15, 50767 Köln Im Rahmen der Sommerabende lädt die Evangelische Kirchengemeinde Köln-Pesch zu einem Quiz-Abend ein. In lockerer Atmosphäre wird gemeinsam geraten, geschätzt und überlegt – ein generationsübergreifendes Vergnügen mit hohem Spaßfaktor. Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich. www.dem-himmel-so-nah.de
14. August 2025, 20:00 Uhr
Internationales Orgelfestival im Altenberger Dom – Darius Bakowski-Kois Altenberger Dom, Eugen-Heinen-Platz 2, 51519 Odenthal Unter dem Titel „Tientos y batallas ibéricas“ präsentiert der Konzertorganist und Professor Darius Bakowski-Kois ein farbenreiches Programm iberischer Orgelmusik des 17. und 18. Jahrhunderts. Es erklingen Werke von António Correa Braga, Pablo Bruna, Bernabé, José de Torres y Martínez Bravo und Roque da Conceição. Eintritt: 11 Euro, ermäßigt 10 Euro. www.dommusik-aktuell.de
15. August 2025, 12:00 Uhr
Fan-Andacht im Kölner Dom zum kölschen Doppeljubiläum Kölner Dom, Domkloster 4, 50667 Köln Ökumenischer Gottesdienst anlässlich von 777 Jahren Grundsteinlegung des Doms und 77 Jahren 1. FC Köln. Geleitet von Monsignore Robert Kleine und Pfarrer Bernhard Seiger. Höhepunkt ist die FC-Hymne an der Domorgel. Liveübertragung durch Domradio.de und den Facebook-Kanal des Kölner Domes. www.domradio.de
15. August 2025, 12:30 Uhr
Mit Anmeldung: „Mittagspause mit allen Sinnen“ Evangelischer Verwaltungsverband Köln-Süd/Mitte, Andreaskirchplatz 1, 50321 Brühl Outdoor-Veranstaltung mit Mittagessen, geistlichem Impuls von Pfarrer Bernhard Seiger und Kurzvortrag von Katrin Jungclaus, Präsidentin des Landgerichts Köln. Anmeldung bis 15. August per E-Mail an zentralkontakte.koeln-sued-mitte@ekir.de oder telefonisch unter 02232/15101-38. www.evv-ksm.de
17. August 2025, 17:00 Uhr
Sommerkonzert: Gitarrenmusik aus Spanien – Roger Tristao Adao Christuskirche Brühl, Mayersweg 10, 50321 Brühl Gitarrenkonzert unter dem Titel „Danza andaluza“ mit Werken von Gaspar Sanz, Luys Milan, Isaac Albéniz, Enrique Granados und Francisco Tárrega. Eintritt frei, Spende erbeten. www.kirche-bruehl.de
20. August 2025, 17:30 Uhr
Architektur auf zwei Rädern – Radtour zu Peter Neuferts Bauwerken Treffpunkt: St. Andreas, Ecke Komödienstraße/Andreaskloster, 50667 Köln Geführte Radtour mit Dr. Thomas van Nies zu ausgewählten Bauwerken des Architekten Peter Neufert anlässlich seines 100. Geburtstags. Teilnahme: 15 Euro, ermäßigt 13 Euro. Anmeldung erforderlich unter: www.antonitercitytours.de
https://www.kirchenkreis-koeln-mitte.de/wp-content/uploads/2025/08/Wochentipps-1.7.-1-scaled-1.jpg14402560/wp-content/uploads/2020/11/logo.png2025-08-12 22:00:002025-08-25 23:10:04Unsere Wochentipps: Musik, Quiz, Jubiläum und Stadterkundung in Köln und Region
Der Evangelische Kirchenkreis Köln-Mitte trauert um Pfarrer i.R. Eckart Schubert. Der ehemalige Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Köln-Mitte ist am 5. August im Alter von 88 Jahren verstorben. Für viele war er ein Mensch, der Hoffnung wecken konnte. Immer wieder setzte er sich für Ausgegrenzte, sozial Benachteiligte und Trostsuchende ein. In intensiven seelsorgerischen Gesprächen hörte er den Einzelnen sehr genau zu. Daraus erwuchs ein gutes Gespür für das, was dran war. „Eckart Schubert habe ich als junge Pfarrerin als Kollegen in der Gemeinde Köln-Klettenberg kennengelernt. Und auch als Superintendent blieb er in der Praxis der Gemeindearbeit mit Frauenkreis, Basar für die Behindertenarbeit, Ökumeneprojekten und Engagement für Menschen in Not aktiv“, erinnert sich Superintendentin Susanne Beuth.
Geboren wurde Eckart Schubert 1937 in Bonn, aufgewachsen ist er am Niederrhein. Zunächst studierte er Altphilologie, danach Evangelische Theologie in Bonn, Mainz und Zürich. Sein Vikariat absolvierte er in Koblenz. Dort arbeitete er auch ein Jahr lang in der Telefonseelsorge. Nach seinem Zweiten Theologischen Examen im Jahr 1968 erhielt er in Essen den Sonderauftrag, neue Formen der Konfirmandenarbeit in der „Arbeitsstelle für den Konfirmandenunterricht“ zu entwickeln. In dieser neu geschaffenen Stelle war es sein Ziel, Pfarrerinnen und Pfarrer so zu beraten und zu schulen, dass sie besser auf die Bedürfnisse und die Situation von Kindern und Jugendlichen eingehen konnten.
Am 29. Oktober 1972 wurde Eckart Schubert als Gemeindepfarrer in der Evangelischen Kirchengemeinde Köln-Klettenberg durch Superintendent Werner Müller in sein Amt eingeführt. Dort blieb er insgesamt 28 Jahre. Sein Schwerpunkt war zunächst die Konfirmandenarbeit der gesamten Gemeinde. Später setzte er als Pfarrer am Tersteegenhaus Akzente, die heute noch nachwirken. Mit dem katholischen Kollegen Rochus Witton gelang eine enge ökumenische Zusammenarbeit, die über Köln-Sülz hinausstrahlte. Mitte der 80er Jahre gründete er dort den ersten Trauerkreis. Neben der Seelsorgearbeit mit Trauernden lag ihm auch die Arbeit mit älteren und behinderten Menschen sehr am Herzen.
1992 wurde Eckart Schubert Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Köln-Mitte. „Zwei Themen sind untrennbar mit ihm als Superintendent verbunden: die Segnung homosexuell liebender Paare und der Einsatz für Flüchtlinge“ erinnert sich Susanne Beuth, Kollegin in der Gemeinde und Nachfolgerin im Superintendentenamt. 1994 erklärte Eckart Schubert in seinem Jahresbericht auf der Herbstsynode des Kirchenkreises, dass die Kirche gegenüber homosexuell liebenden Menschen Schuld auf sich geladen habe, „nicht nur durch Schweigen und Wegsehen, sondern auch durch falsches Reden und Handeln“. In diesem Jahr segnete der Kölner Südstadt-Pfarrer Hans Mörtter in der evangelischen Lutherkirche das erste schwule Paar. Dafür wiederum gab es einen harschen, dienstrechtlichen Verweis der Evangelischen Kirche im Rheinland – sowohl für Hans Mörtter als auch für den Superintendenten Eckart Schubert, der seiner Aufsichtspflicht nicht nachgekommen sei.
Das hinderte Eckart Schubert aber nicht, sich weiter für die volle Akzeptanz homosexuell liebender Menschen in der Evangelischen Kirche einzusetzen. 1998 stellte der Evangelische Kirchenkreis Köln-Mitte unter seiner Leitung erstmals einen Antrag an die Landessynode der Evangelischen Kirche im Rheinland, eine Segenshandlung „gleichgeschlechtlicher Gemeinschaften“ zuzulassen. Zwei Jahre lang wurde beraten, andere Kirchenkreise schlossen sich dem Antrag an und im Jahr 2000 beschloss die Landessynode die „gottesdienstliche Begleitung gleichgeschlechtlicher Paare in verbindlicher Lebensgemeinschaft“. Dieser Beschluss war ein Meilenstein auf dem Weg zur kirchlichen Trauung in der Rheinischen Kirche, die seit dem Jahr 2016 möglich ist.
Mit dem Namen Eckart Schubert verbunden bleiben auch die Anfänge des Wanderkirchenasyls, bei dem kurdische Flüchtlinge, die von Abschiebung bedroht waren, Ende der 90er Jahre Zuflucht in Kirchengemeinden in Köln fanden. „Dabei erreichte er durch seine konziliante Art gepaart mit großer Hartnäckigkeit wichtige Absprachen mit Polizei, Verwaltung und Ausländerbehörde, die es den Gemeinden erleichterte, die Flüchtlinge zu beherbergen“, berichtet Superintendentin Susanne Beuth über das Wirken ihres Vorvorgängers.
Im Dezember 2000 trat Eckart Schubert als Superintendent des Kirchenkreises Köln-Mitte in den Ruhestand. Ende 2003 begann er seine ehrenamtliche Tätigkeit als Koordinator und Leiter der Evangelischen Eintrittsstelle im CityPavillon in der Antoniterkirche auf der Schildergasse. Der Aufbau und die Entwicklung der Kölner Eintrittsstelle war ein Erfolg. Mehr als tausend Menschen traten in dieser Zeit wieder in die evangelische Kirche ein. Bis ins Jahr 2017 leitete er im Ruhestand diese wichtige Arbeit.
Die Trauerfeier mit anschließender Bestattung für Eckart Schubert findet am 21. August um 13.30 Uhr in der Trauerhalle des Südfriedhofs in Köln statt.
https://www.kirchenkreis-koeln-mitte.de/wp-content/uploads/2025/08/Schubert-scaled-1.jpg14402560/wp-content/uploads/2020/11/logo.png2025-08-12 08:00:002025-08-12 08:00:00Einer, der Hoffnung weckte – Der Evangelische Kirchenkreis Köln-Mitte trauert um Eckart Schubert
Was Kirche heute bedeutet, wie sie wirkt – und welche Fragen sie stellt: Seit einiger Zeit entsteht auf unserer Internetseite www.kirche.me eine vielseitige Kommunikationsplattform, auf der verschiedene Themen mit Tiefe, Leichtigkeit und Nähe erzählt werden. Die bislang erschienenen Kampagnenteile tragen Namen wie „17,5. Geburtstag“, „22. Geburtstag“, „Freizeiten“, „Umzug“, „Woher – Wohin“ oder „Sinn42“. Jeder dieser Titel steht für ein Thema, eine Lebenssituation, einen Einblick in kirchliches Leben – erzählt aus einer besonderen Perspektive. Mit dem Abschnitt „Mehr als gedacht“ wächst diese Plattform weiter. Der Fokus liegt diesmal auf der Kirchensteuer – und damit auf einem Aspekt, der oft im Hintergrund bleibt, aber zentrale Bedeutung für das kirchliche Miteinander hat.
Was Kirchensteuer möglich macht
Die Seite www.kirche.me/mehr-als-gedacht zeigt: Hinter dem Begriff „Kirchensteuer“ steckt kein abstrakter Verwaltungsbegriff, sondern die Grundlage für lebendige Gemeinschaft. Die finanziellen Mittel ermöglichen unter anderem die Arbeit in evangelischen Kindertagesstätten, Jugendzentren und Schulen, die Begleitung durch Seelsorge, Kirchenmusik, Kulturveranstaltungen, diakonische Hilfe oder Bildungsangebote. Viele dieser Dinge geschehen leise – manchmal unbemerkt, oft unverzichtbar. „Mehr als gedacht“ macht diese stille Wirksamkeit sichtbar.
Teil einer größeren Erzählung
Wie bei den bisherigen Kampagnen ist auch „Mehr als gedacht“ Teil einer fortlaufenden Erzählung: Auf www.kirche.me entsteht Stück für Stück ein vielstimmiges Bild davon, was Kirche heute ist – und was sie für viele Menschen bedeutet.
Mal steht der Übergang in die Volljährigkeit im Mittelpunkt („17,5. Geburtstag“), mal die Zeit nach dem Schulabschluss („22. Geburtstag“), mal der erste eigene Wohnort („Umzug“) oder die Erfahrungen auf einer Jugendfreizeit. Jede Kampagne bringt eine neue Farbe ins Spiel – und gemeinsam ergeben sie ein lebendiges Gesamtbild. „Mehr als gedacht“ fügt sich nahtlos in diese Linie ein. Es lädt dazu ein, Strukturen nicht nur zu hinterfragen, sondern in ihrem Wert zu erkennen – und die eigene Haltung dazu zu reflektieren.
Kirche sichtbar machen – in Zahlen und Geschichten
Wie bei früheren Kampagnen wird auch diesmal mit Fakten gearbeitet: Mehr als 66.000 Konzerte jährlich, über 260.000 aktive Sängern und Sängerinnen in evangelischen Chören, Millionen Teilnehmende an Gottesdiensten – insbesondere an Heiligabend. Die Kirchensteuer spielt dabei eine stille, aber tragende Rolle. Was diese Kampagne erzählt, lässt sich in einem Satz zusammenfassen: Manches ist näher, wirksamer und persönlicher, als es zunächst scheint – mehr als gedacht eben.
Pilotprojekt für die Landeskirche
Es handelt sich um ein Projekt der „Arbeitsgruppe Mitgliederbindung“, die 2023 initiiert wurde, um Konzepte zur Stärkung der Bindung der Gemeindemitglieder zu entwickeln. Das Pilotprojekt konzentriert sich darauf, sowohl ländliche als auch städtische Gemeinden aus allen vier Kirchenkreisen einzubeziehen. Dazu wurden gezielt Gemeinden aus verschiedenen Teilen der Region ausgewählt. Durch die breite Abdeckung möchte der EKV sicherstellen, dass Stimmen aus unterschiedlichsten Lebensrealitäten gehört werden.
Weitere Internetseiten im Rahmen des Projekts finden Sie hier:
https://www.kirchenkreis-koeln-mitte.de/wp-content/uploads/2025/08/mehr-als-gedacht-e1754656848411.jpg7091260/wp-content/uploads/2020/11/logo.png2025-08-10 22:00:002025-08-11 09:10:03Mehr als gedacht – neue Perspektive auf www.kirche.me
Leckeres Essen, geistlicher Impuls und gute Gespräche: Am Mittwoch, 20. August, 12.30 Uhr bis 13.30 Uhr, lädt der Evangelische Verwaltungsverband Köln-Süd/Mitte zur Veranstaltung „Mittagspause mit allen Sinnen“ auf den Andreaskirchplatz 1 in Brühl ein. In entspannter Outdoor-Atmosphäre erwarten die Gäste ein leckeres Mittagessen, Kaffeespezialitäten, gekühlte Getränke sowie ein geistlicher Impuls von Pfarrer Bernhard Seiger, Stadtsuperintendent des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region.
Als Ehrengast spricht Katrin Jungclaus, Präsidentin des Landgerichts Köln, in einem kurzen Impulsvortrag. Die Veranstaltung bietet darüber hinaus Gelegenheit zum persönlichen Austausch und Networking. Wer dabei sein möchte, kann sich bis Freitag, 15. August, per E-Mail an zentralkontakte.koeln-sued-mitte@ekir.de oder telefonisch unter 02232/15101-38 anmelden.
Der Evangelische Verwaltungsverband Köln-Süd/Mitte berät und unterstützt ehren- und hauptamtlich Mitarbeitende in 18 Gemeinden und zwei Kirchenkreisen in Köln und dem Rhein-Erft-Kreis in administrativen Bereichen wie Finanzen, Personal, Kindertagesstätten und Gebäudemanagement.
In Zeiten globaler Krisen, von Klimakatastrophen bis hin zu kriegerischen Auseinandersetzungen, erlebt die Frage nach dem Ende unserer Welt eine neue Dringlichkeit – sowohl gesellschaftlich als auch kulturell. Bereits 1992, im Schatten der Golfkriege, widmete sich die ökumenische Veranstaltungsreihe der Melanchthon-Akademie in Köln „Visionen vom Ende – Apokalypse ’92“ dieser uralten menschlichen Faszination: dem Untergang – und der Hoffnung auf einen Neuanfang.
Versionen vom Ende der Welt gibt es bereits seit scheinbar ewigen Zeiten. Die Bilder und Vorstellungen sind zahlreich und bieten tiefe Einblicke in die jeweilige Zeit, in der sie entstanden und entstehen. Sie sind teilweise Reaktionen auf historische Ereignisse wie Kriege und Naturkatastrophen. Diese Ereignisse führen den Menschen immer wieder seine eigene Sterblichkeit vor Augen. Berühren ihn ganz nah. Das Ausgeliefertsein an Mächte, die nicht unmittelbar gebändigt werden können, fasziniert und verängstigt zu gleich. Kreative thematisieren auf unterschiedliche Weise das Sterben der Menschheit bzw. den Untergang der (eigenen) bekannten Welt – sei es in der Kunst, Fotografie, Literatur oder Film.
Endzeiterzählungen in der Bibel
Auch die Bibel kennt einige Endzeiterzählungen. Die wohl bekannteste ist die Geschichte der Arche Noah, die auch künstlerisch divers verarbeitet wurde und wird. Gott ist unzufrieden mit seiner Schöpfung und möchte sie erneuern. Er beschließt eine Sintflut zu schicken, die alles Leben auslöschen soll. Nur eine Familie, Noahs Familie, soll überleben und die Basis für eine neue Beziehung zwischen Gott und der Schöpfung darstellen. Noah erhält den Auftrag eine Arche zu bauen und von jedem Lebewesen ein Paar mitzunehmen. Als alle an Board sind, verschließt Gott die Tür und lässt es viele Tage und Nächte regnen. Alle anderen Menschen und Lebewesen sterben. Nach einer gewissen Weile hört es auf zu regnen. Noah öffnet eine Luke und entsendet an verschiedenen Tagen eine Taube, um zu sehen, ob bereits genug Land vorhanden ist, damit sie aussteigen können. Noah tritt auch in eine Unterredung mit Gott ein, der erkennt, dass sein Handeln ein Fehler war. Gottes Hoffnung, die Menschen würden sich durch die Sintflut und Zerstörung ihrer bekannten Welt ändern, erfüllt sich nicht. Stattdessen beschließt er, sich selbst zu ändern und keine drakonischen Strafen mehr gegen seine Schöpfung zu schicken. Er entsendet als Zeichen seines neuen Bundes mit seiner Schöpfung einen Regenbogen.
Plakat zu „Visionen vom Ende – Apokalypse ’92“ zeigt starken Kontrast
Das Plakat der ökumenischen Veranstaltung „Visionen vom Ende – Apokalypse ’92“ zeigt den Kontrast zwischen Schwarz und Weiß. Der Einsatz von starken Farbkontrasten wie Weiß und Schwarz symbolisieren zum einen tiefe Dunkelheit, in der nichts existiert. Zum anderen geben sie jedoch auch einen Funken Hoffnung, eine Chance auf einen Neuanfang durch die Farbe Weiß, die für Reinheit und die Farbe des Lichts steht. Die Sonne auf dem Plakat hat eine besondere Bedeutung: Es ist nicht klar, ob sie auf- oder untergeht. Dies unterstreicht wiederum die Aussage, dass dem Ende ein Anfang innewohnt. Die meisten Endzeiterzählungen sind nicht nur dramatische Geschichten vom Untergang des Lebens, sondern beinhalten meist das Überleben. Jemand überlebt, um vom Untergang zu berichten und Mahner für einen Neuanfang zu sein.
Veranstalter der Reihe „Visionen vom Ende“ waren die Melanchthon-Akademie und die Karl-Rahner-Akademie. Das Programm bestand aus verschiedenen Workshops, musikalischen Darbietungen, Diskussionen, filmischen Auseinandersetzungen, literarischen Beiträgen, Predigten und Vorträgen sowie Seminaren. Hintergrund der Veranstaltungsreihe waren die zwei aufeinanderfolgenden Golfkriege (Irak-Iran-Krieg 1980-1988; Irak-Kuwait-Krieg 1990-1991).
Kirche2go fragt: Was ist Notfallseelsorge? Notfallseelsorgerinnen und -seelsorger bemühen sich zum Beispiel in den ersten Stunden nach einem Unfall oder anderen Katastrophen um Augenzeugen, Opfer, Opferangehörige, Vermissende, Hinterbliebene oder auch Verursacher. Wer in der Notfallseelsorge tätig ist, und was die Ziele von Notfallseelsorge sind, erfahren Sie in dieser Kirche2go-Folge.
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Der gesamte Text zum Nachlesen:
Kirche2go fragt: Was ist Notfallseelsorge?
Die Notfallseelsorge ist ein kirchlicher Dienst für alle Menschen in seelischen Notlagen. Sie ist über die örtlichen Notfallzentralen, das sind die Einsatzleiter von Polizei und Rettungsdienst, jederzeit erreichbar. Dort sind entsprechende Rufbereitschaften fest installiert, die eine schnelle und unkomplizierte Hilfe ermöglichen.
Notfallseelsorgerinnen und -seelsorger bemühen sich zum Beispiel in den ersten Stunden nach einem Unfall oder anderen Katastrophen um Augenzeugen, Opfer, Opferangehörige, Vermissende, Hinterbliebene oder auch Verursacher. Sie werden von Rettungskräften oder der Polizei an die Einsatzorte gerufen, um bei akuten Trauer‐ und Belastungssituationen Betroffene zu begleiten, zu stabilisieren und erste Hilfen zu vermitteln.
Mitarbeitende der Notfallseelsorge werden durch die christlichen Kirchen in Deutschland für ihren Dienst beauftragt. Sie sind entweder Pfarrerinnen oder Pfarrer oder eigens für diesen Dienst ausgebildete Ehrenamtliche. Sie durchlaufen alle eine qualifizierte Grundausbildung und werden auch in ihrem Dienst weiter geschult und begleitet.
Ziel der Notfallseelsorge ist es, schnell zu helfen und betroffenen Menschen schnell zur Seite zu stehen. Die Notfallseelsorge arbeitet nach den Standards der weltweit anerkannten Krisenintervention. Die Mitarbeitenden der Notfallseelsorge sind auf der Basis eines christlichen Menschenbildes tätig.
https://www.kirchenkreis-koeln-mitte.de/wp-content/uploads/2022/03/Notfallseelsorge_Still.jpg10801920/wp-content/uploads/2020/11/logo.png2025-08-08 09:56:272025-08-08 09:56:27Kirche2go fragt: Was ist Notfallseelsorge?
Von Orgelklängen bis Tiersegnung, von Tanz-Party bis Kunstausstellung: Die Evangelische Kirche in Köln und Region lädt in dieser Woche zu besonderen Momenten der Begegnung, Kreativität und Besinnung ein. Ob musikalische Experimente im Altenberger Dom, ein Tanzabend mit Retro-Feeling oder ein Gottesdienst für Mensch und Tier – diese Veranstaltungen feiern den Sommer in all seinen Facetten:
07.08.2025, 20:00
Evangelische Kirchengemeinde Altenberg/Schildgen
Altenberger Dom, Eugen-Heinen-Platz 2, 51519 Odenthal Abschlusskonzert der Internationalen Orgelakademie
Teilnehmer präsentieren Improvisationen im Altenberger Dom
Zum Abschluss der 36. Internationalen Orgelakademie für Improvisation gestalten die Teilnehmenden am Donnerstag, 7. August, 20 Uhr, ein festliches Konzert im Altenberger Dom, Eugen-Heinen-Platz 2. Traditionell gehört die Bühne am letzten Abend den Nachwuchsorganistinnen und -organisten, die ihre im Kurs erarbeiteten Improvisationen präsentieren – stilistisch vielfältig, überraschend und virtuos. Das Konzert zeigt eindrucksvoll die künstlerische Bandbreite und Lebendigkeit der diesjährigen Akademie. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten. www.dommusik-aktuell.de
08.08.2025, 19:00
Evangelische Kirchengemeinde Köln-Klettenberg
Johanneskirche Klettenberg, Nonnenwerthstraße 78, 50937 Köln Tanz-Party in der Johanneskirche
Musik und Tanz für alle Altersgruppen
Am Freitag, 8. August, 19 bis 23 Uhr, lädt die Evangelische Kirchengemeinde Köln-Klettenberg zu einer fröhlichen Tanz-Party in den großen Saal der Johanneskirche, Nonnenwerthstraße 78, ein. DJ Wallum sorgt mit den besten Hits der 60er-, 70er- und 80er-Jahre für Stimmung und Tanzvergnügen. Die Party richtet sich an alle Altersgruppen. Der Eintritt kostet 9 Euro. www.kirche-klettenberg.de
10.08.2025, 10:45
Evangelische Begegnungsgemeinde Köln
Ev. Immanuelkirche Longerich, Paul-Humburg-Straße 11, 50737 Köln-Longerich Gottesdienst für Mensch und Tier
Open Air an der Immanuelkirche in Longerich
Am Sonntag, 10. August, 10.45 Uhr, lädt die Evangelische Begegnungsgemeinde Köln zu einem besonderen Gottesdienst auf den Vorplatz der Immanuelkirche, Paul-Humburg-Straße 11, ein: Beim Gottesdienst für Mensch und Tier sind alle willkommen – mit oder ohne tierische Begleitung. Ob Hund, Katze, Kaninchen oder Meerschweinchen: Wer sein Haustier mitbringen möchte, darf das gerne tun. Pfarrerin Christina Schlarp und Pfarrerin Susanne Zimmermann gestalten den Gottesdienst, der die Vielfalt der Schöpfung Gottes würdigt, an verstorbene Tiere erinnert und mit einer Segnung von Mensch und Tier endet. Im Anschluss sind alle zu einem geselligen Beisammensein mit Erfrischungen eingeladen. www.begegnungsgemeinde.de
10.08.2025, 17:00
Evangelische Kirchengemeinde Brühl
Christuskirche, Mayersweg 10, 50321 Brühl Sommerkonzert: Musik „mit Tanz“ des Brühler Blechbläserquintetts BBQ
Tanzmusik von Ballett bis Ragtime in der Christuskirche
Unter dem Motto „mit Tanz“ präsentieren die fünf Musiker des Brühler Blechbläserquintett BBQ am Sonntag, 10. August, 17 Uhr, in der Christuskirche, Mayersweg 10, ein abwechslungsreiches Programm mit insgesamt zehn Stücken. Das Repertoire reicht von klassischen Ballettmelodien bis zu flotten Tangorhythmen und mitreißendem Ragtime. Das Ensemble setzt auf klangliche Lebendigkeit und freut sich darauf, das Publikum mit Musik zu begeistern, die „in die Füße geht“. Die Musiker des BBQ sind Claudia Gaßler und Sven-Mario Alisch (Trompeten), Eberhard Finkbeiner (Horn), Jens Hämmerling (Posaune) sowie Ulrich Finkbeiner (Tuba) und Marion Köhler an der Orgel. Der Eintritt ist frei, Spenden am Ausgang sind erwünscht. www.kirche-bruehl.de
10.08.2025, 20:00
Evangelische Kirchengemeinde Köln-Brück-Merheim
Johanneskirche , Köln-Brück, Am Schildchen 15, 51109 Köln Werkstattkonzert „Musik und Improvisation“ in der Johanneskirche Brück
Improvisierte Klänge, spontane Besetzungen und überraschende Begegnungen
Nach einem dreitägigen Workshop mit dem Tubisten und Komponisten Carl Ludwig Hübsch lädt die Evangelische Kirchengemeinde Köln-Brück-Merheim am Sonntag, 10. August, 20 Uhr, zum öffentlichen Werkstattkonzert in die Johanneskirche, Am Schildchen 15, ein. Das Konzert bildet den Abschluss eines beliebten Improvisationsworkshops, an dem sowohl erfahrene Musikerinnen und Musiker als auch solche ohne Vorerfahrung teilnehmen. Wer an diesem Abend gemeinsam musiziert, entscheidet das Los – das Publikum darf sich also auf ungewöhnliche Besetzungen und kreative Klangräume freuen. Der Eintritt ist frei. www.brueck-merheim.de
11.08.2025, 00:00
Evangelische Kirchengemeinde Köln-Lindenthal
Matthäuskirche, Dürener Straße 83/ Herbert-Lewin-Straße, 50931 Köln Ausstellung „Vater und Sohn“ in der Matthäuskirche Lindenthal
Zwei Generationen, zwei Bildsprachen – ein künstlerischer Dialog
Noch bis Montag, 25. August, ist im Clubraum der Matthäuskirche, Dürener Straße/Ecke Herbert-Lewin-Straße, eine besondere Ausstellung in der Evangelischen Kirchengemeinde Köln-Lindenthal zu sehen. Unter dem Titel „Vater und Sohn“ treten zwei Künstlergenerationen in einen bildnerischen Austausch: Uwe Schwarzkamp (68 Jahre alt) zeigt abstrakte, teils surreale Fotoarbeiten in Schwarz-Weiß, sein Sohn Felix Holstein (20 Jahre alt) bringt mit farbstarken, hart konturierten Zeichnungen eine expressive, an Keith Haring erinnernde Bildsprache ein. Was auf den ersten Blick gegensätzlich erscheint – alt versus jung, analog versus digital, introvertiert versus expressiv – erweist sich als visuelle Kommunikation über gemeinsame Themen. Die Ausstellung soll sichtbar machen, wie sich Generationen in der Kunst, jenseits von Form und Technik begegnen. Für den Besuch kann ein Termin vereinbart werden mit Uwe Schwarzkamp unter Telefon 0179/1121466 oder per E-Mail an schwarzkamp@arcor.de sowie mit Felix Holstein unter Telefon 0157/83434873 oder per E-Mail an thewydahsyndicate@gmail.com. www.evangelisch-in-lindenthal.de
12.08.2025, 20:00
Evangelische Kirchengemeinde Brühl
Christuskirche, Mayersweg 10, 50321 Brühl Sommergespräche: „Einfach Sommer!“
Literaturabend mit Texten von Meckel, Kästner, Novak und anderen
Am Dienstag, 12. August, 20 Uhr, lädt die Evangelische Kirchengemeinde Brühl zu einem literarischen Sommerabend in die Christuskirche, Mayersweg 10, ein. Unter dem Titel „Einfach Sommer!“ stehen Texte von Christoph Meckel, Helga M. Novak, Erich Kästner, Gottfried Benn, Ernst Jandl und anderen im Mittelpunkt. Zwischen lauen Nächten, Licht, Lachen und dem Duft blühender Gärten entfalten sich Stimmungen, die zum Schwelgen und Nachdenken einladen – über die Fülle des Sommers und das Leichte im Leben. Die Leitung hat Pfarrerin Renate Gerhard. www.kirche-bruehl.de
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