Mess op Kölsch - in ökumenischer Verbundenheit

Geistliche von St. Severin und aus der Kartause leiteten gemeinsam die Karnevalssession 2018 der Roten Funken ein

Ist der Karneval evangelisch oder katholisch? Diese Frage stellt sich in Köln inzwischen immer seltener. Ein Beispiel hierfür war die „Mess op Kölsch“, mit der die Roten Funken im November 2017 ihre Session 2018 eröffnet haben. Und zum ersten Mal feierte die älteste Karnevalsgesellschaft Kölns diesen Gottesdienst ökumenisch.

Entwickelt hatte die Idee eine kleine Gruppe aus Geistlichen und aus Roten Funken. So wurde die „Mess op Kölsch“ unter anderem von Johannes Quirl, Pastor von St. Severin und Ehrenmitglied im Senat der Roten Funken, Walter Koll „Jebettboch“ Funken-Pastor, Wolfgang Meier „Nüsselchen“, Volker Biermann „Tüt“, Winfried Imhoff „Pälmüttche“ – alle drei Rote Funken und der evangelischen Pfarrerin Dr. Anna Quaas, die in der Kartause beheimatet ist, vorbereitet und gefeiert.

Thema des Gottesdienstes war „Zusammen sind wir stark“. Damit schlug die ökumenische Gemeinde der Roten Funken auch noch einen Bogen zum Reformationsjubiläum. Die Predigt teilten sich Dr. Anna Quaas und Johannes Quirl. Die Besucherinnen und Besucher kölschen Mess waren begeistert und so ist es auch nicht verwunderlich, dass die Kirche St. Severin gut gefüllt war. Einen großen Anteil an dem feierlichen Gottesdienst hatte auch der Chor der Hauptschule Großer Griechenmarkt unter der Leitung von Herrn Becker. Die singenden Schülerinnen und Schüler wurden sogar von zwei Sängern der Bläck Fööss unterstützt.

Doch nach der Session ist auch schon wieder vor der Session. Für den Karneval 2019 planen die Roten Funken wieder eine „Mess of Kölsch“. Und die soll dann auch wieder ökumenisch gefeiert werden.


Text: APK
Foto(s): Georg Plotz