Die Friedensordnung ist in Gefahr - deshalb: "Ein Europa für Alle!"

Stadtsuperintendent Rolf Domning hat am Sonntagvormittag auf der Auftaktkundgebung „Ein Europa für Alle: Deine Stimme gegen Nationalismus!“ auf dem Roncalliplatz alle Kölnerinnen und Kölner aufgerufen, am nächsten Sonntag zur Europawahl zu gehen. „Die kommende Wahl ist für Europa so wichtig wie keine zuvor, auch für uns als Kirchen, weil Europa trotz aller Widersprüche und Probleme ein Erfolgsmodell ist“, sagte Domning vor rund 5.000 Zuhörerinnen und Zuhörern.

Stadtsuperintendent Rolf Domning ruft die Zuhörerinnen und Zuhörer auf, zur Europawahl zu gehen

Gefahr für Europa

„Die Friedensordnung ist in Gefahr“, fuhr Domning fort und zitierte aus dem Wahlaufruf, den die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) vor einigen Wochen veröffentlicht hatte. Darin heißt es unter anderem: Seit  einigen  Jahren  benutzen und  missbrauchen rechtspopulistische  Parteien  in  Deutschland und anderen Mitgliedsstaaten der EU die Ängste und Sorgen der Bürgerinnen und Bürger, um das   unvollendete   Projekt   einer   europäischen   Demokratie   zu   zerstören.   Obwohl   sie   die Errungenschaften der EU ablehnen, kandidieren sie für das Europaparlament mit dem Ziel, das Parlament abzuschaffen und die EU zu schwächen oder gar zu vernichten. Beteiligen Sie sich an der Debatte um die Zukunft der EU.

 

 

Demonstrationen in mehr als 50 Städten

„Überlassen Sie Europa nicht den Rechtspopulisten, gehen Sie am 26. Mai zur Europawahl!“ schloss Stadtsuperintendent Rolf Domning seine kurze Ansprache. Im Anschluss an die Kundgebung führten die Rednerinnen und Redner den Demonstrationszug vom Roncalliplatz zur Deutzer Werft an. Rund 15.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer nahmen an dem Sternmarsch von den vier lokalen Kundgebungen auf dem Roncalliplatz, Rudolfplatz, an der Kalk Kapelle und auf dem Chlodwigplatz  teil. Insgesamt 45.000 Menschen waren nach Angaben der Veranstalter an der Deutzer Werft zusammengekommen.

Viele tausend Menschen war zur Abschlusskundgebung an der Deutzer Werft gekommen

 

Großer Unterstützerkreis für die Demonstration

Die Abschlusskundgebung an der Deutzer Werft war Teil von europaweiten Demonstrationen in insgesamt dreizehn Ländern. In Deutschland gingen die Menschen in Köln, Berlin, Hamburg, München, Stuttgart, Leipzig und Frankfurt für Europa auf die Straße. Insgesamt demonstrierten Menschen in mehr als 50 Städten für Europa und gegen Nationalismus. Zu den Demonstrationen „Ein Europa für Alle: Deine Stimme gegen Nationalismus!“ hatten viele überregionale und regionale Organisationen, Bündnisse und Vertreterinnen und Vertreter von Kirchen und Diakonie aufgerufen. Gemeinsam setzten sie so ein Zeichen für ein demokratisches Europa und gegen Nationalismus.


Text: APK
Foto(s): APK

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